<< Demenz in der Kommune >>
Ziel der Aktion „Demenz in der Kommune“ ist,
dass Demenzkranke Mitbürger und Mitbürgerinnen nicht „Vergessen“ werden. Deswegen hat sich eine Arbeitsgruppe mit Beteiligten der
stationären und ambulanten Hilfen Gedanken gemacht, das Projekt
„Wir sind Nachbarn“ in Bietigheim-Bissingen zu realisieren.
Ziel ist, Bietigheim-Bissingen in eine Demenzfreundliche Stadt zu
verwandeln. Es ist wichtig, dass sich alle Bürger mit Demenz
beschäftigen.
Fragestellungen wären, wie ein Gemeinwesen aussehen soll, dass ein wertschätzendes Miteinander von Menschen mit und ohne Demenz ermöglicht. Oder was muss in unserer Stadt geschehen, damit sich Menschen mit Demenz in unserer Stadt wohlfühlen können und dass Angehörige nicht alleine gelassen werden oder gar isoliert werden.
Was müssen wir für menschenwürdige Pflegeeinrichtungen tun, damit betroffene betreut werden können.
Definition Demenz:
Unter dem Begriff Demenz versteht man den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Vor allem die Gedächtnisleistung und das Denkvermögen nehmen ab. Betroffene haben Schwierigkeiten, neue gedankliche Inhalte aufzunehmen und wiederzugeben. Allerdings bedeutet eine Vergesslichkeit allein noch keine Demenz.
Beeinträchtigt werden die Orientierung (Wo bin ich? Was passiert gerade?) und Urteilsfähigkeit. Später lassen das Sprach- und Rechenvermögen nach und Teile der Persönlichkeit werden zerstört. Alltagsaktivitäten wie Waschen, Kochen oder Einkaufen gelingen nur eingeschränkt und im weiteren Verlauf oft gar nicht mehr. Die Betroffenen werden aggressiv oder enthemmt, depressiv oder in ihrer Stimmung sprunghaft, was für Angehörige und Pfleger erhebliche Probleme aufwirft.
Das Risiko, an einer Demenz zu erkranken steigt im hohen Alter stark an. Sind nur etwa zwei Prozent aller Menschen zwischen 65 und 69 Jahren davon betroffen, steigt die Anzahl bei den 80 bis 84 auf zehn bis 17 Prozent an. Bei den über 90-Jährigen sind es sogar über 30 Prozent.
Schätzungsweise leben in Deutschland weit über eine Million Menschen mit altersbedingten Hirnleistungsstörungen. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Demenzerkrankungen verdoppeln, weil der Anteil alter Menschen an der Gesamtbevölkerung zunimmt. Schon heute sind Demenzen der häufigste Grund für die Einweisung in ein Pflegeheim.
Am 23.11.09 um 18.00 Uhr
im Rathaus Bissingen wird Oberbürgermeister Jürgen Kessing eine Vernissage mit Bildern von Demenzkranken aus unserer Stadt eröffnen. Eingeladen sind alle, die das Thema „Demenz“ einmal aus einer farbigen Perspektive betrachten möchten. Die MediaAG Ellental wird eine Präsentation zur Entstehung der Bilder zeigen.
Mit dem Thema Demenz
hat sich auch die Gruppe PUR und Hartmut Engler befasst und dass Lied "Frau Schneider" produziert.
Wir danken der Gruppe PUR für das Recht der Veröffentlichung des Videos auf dieser Seite